TSV München-Milbertshofen e.V.
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Greven ist allemal eine Reise wert ...
16.01.2012 - Hubert Maier

Greven ist allemal eine Reise wert ...

... auch wenn es sportlich in diesem Jahr nicht gut lief. Nach sehr beachtlichen Ergebnissen in den vorangegangenen Jahren konnte der TSV Milbertshofen am Wochenende mit keiner sportlichen Sensationen aufwarten. Wir reisten am Sonntag als 15. Sieger des Turniers (= Vorletzter) wieder in die Heimat zurück und haben, wie man so schön sagt, Erfahrungen gesammelt. (Turnierteilnehmer und -ergebnisse siehe www.sc-greven09.de)

Das sportliche Niveau war bei dem Turnier verdammt hoch, so dass wir uns letztendlich nicht entfalten konnten. Uns gelang es nur phasenweise, dagegen zu halten und das hohe Spieltempo mitzugehen. Es war uns leider kein belebendes Erfolgserlebnis gegönnt, dass uns Flügel verliehen und uns zu neuen Höhen getrieben hätte. Ein Euphorie-Schub wäre aber nötig gewesen, um bei diesem erlesenen Teilnehmerfeld zu bestehen; Normalform reichte nicht aus. Es war aber nicht so, dass wir hilflos rumgestanden haben. Es gelang uns schon, sich dem großen Druck der „Profis“ entgegenzustemmen und es war schön zu sehen, wie sich einzelne Spieler steigerten und mehr als sonst aus sich herausholten. Da haben sich schon mal Spieler nach der Auswechslung erschöpft in die Matte hinter der Auswechselbande reinplumpsen lassen, weil sie platt wie eine Flunder waren. Sie hatten die hohe Intensität des Spiels voll „ausgekostet“.

Anfangs hatten wir Probleme mit der rauen Gangart, die der Bundesliganachwuchs an den Tag legt. Die Schiedsrichter pfiffen nach Profimaßstäben und legten die Latte für das körperliche Spiel sehr hoch: Rempeln von der Seite oder von hinten, Trikotzupfen und kontrollierte Grätschen gehören nun mal zum Profihandwerk und wurden folglich auch nicht geahndet. Es dauerte bis wir dies begriffen und angenommen haben.

Die nächste und vielleicht wertvollste Erfahrung war, dass uns unsere generelle Schwäche deutlich vorgeführt wurde: Wir haben spielerische Defizite, die wir bisher durch unsere individuellen Stärken einigermaßen verstecken konnten. Die körperlich- und laufstarken Gegner in Greven haben unseren Einzelspielern aber ihre Grenzen deutlich aufgezeigt. Die Lehre daraus kann nur sein: Wir müssen uns künftig vor allem spielerisch steigern! Da ist noch viel Luft nach oben!

Die schönste Erfahrung war aber, dass wir ein tolles Team sind und das anspruchsvolle „Drei-Tage-Abenteuer-Greven“ zusammen gut gemeistert haben. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Eltern, insbesondere den mitgereisten, für die große und hilfreiche Unterstützung. Ein Sonderlob haben sich unsere Jungs für das sehr disziplinierte Verhalten während der langen Busfahrten, den Turniertagen und den gemeinsamen Nächten im Mannschaftsquartier verdient.

Einen schönen Gruß und ein riesen Lob möchte ich an dieser Stelle auch nach Greven schicken. Frank Peppenhorst und seine Mannen vom SC Greven 09 ziehen ein perfektes Mega-Turnier durch, das in der organisatorischen Perfektion Milbertshofener Maßstäbe erreicht und vom Aufwand her unser Turnier um ein Vielfaches übertrifft. Eine riesen Leistung, Chapeau!


Quelle:Hubert Maier


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